Russland : Russland gibt Gas: Die Rückkehr einer Weltmacht

Russland gibt Gas: Die Rückkehr einer Weltmacht

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Nach dem Zerfall der Sowjetunion bot das einst so mächtige Russland nur noch einen matten Abglanz seiner einstigen Stärke. Doch die Schwächeperiode der russischen Politik währte nur kurz. Nicht zuletzt aufgrund seines unvorstellbaren Energiereichtums ist Russland heute vermutlich mächtiger als je zuvor in seiner Geschichte. Kenntnisreich zeichnet Alexander Rahr in seiner luziden Analyse das Wiedererstarken der russischen Weltmacht nach und analysiert, wie das von Vladimir Putin gefestigte Machtsystem heute funktioniert. Und er zeigt auch, wie die Abhängigkeit des Westens von den russischen Ressourcen die neue Macht Russlands weiter zu konsolidieren hilft. Das Funktionieren der einzelnen „Triebwerke“ des russischen Wiederaufstiegs (der Energie-, der Rüstungs- und der Transportkomplex“) werden dabei ebenso differenziert dargestellt, wie die Spielregeln, die es im Umgang mit dem neuen Russland zu beachten gilt. Dabei vermeidet es der Autor, in die gegenwärtig vorherrschenden Stereotypen zu verfallen, die das Russlandbild der westlichen Publizistik seit einiger Zeit prägen. Gewiss: Russland ist nach westlichen Standards noch längst keine Demokratie, das weiß auch Rahr, der die Defizite sehr wohl benennt. Von einem Rechtsstaat kann nur mit erheblichen Einschränkungen die Rede. Ebenso von Pressefreiheit. Doch auch wenn der wirtschaftliche Aufschwung im Detail ebenfalls seine Schattenseiten hat: „Wir müssen wegkommen von diesen typischen Stereotypen, dass in Russland alles schlecht ist, Russland nur am Energietropf hängt und der KGB regiert“. Gegen diese Stereotypen ist Russland gibt Gas ebenso ein gutes Gegenmittel wie gegen jede Form von blauäugiger Schönrednerei! -- Hasso Greb, Literaturanzeiger.de

Russland gibt Gas. Und die Ukraine??? - Hallo! Ich komme aus der Ukraine und studiere Germanistik in Dresden. Am 09. April war ich bei der Podiumsdiskussion in Dresden von Alexander Rahr und Heinz Eggert, welche dem Thema Wohin steuert Russland? gewidmet wurde und bei welcher das Buch Russland gibt Gas vorgestellt wurde. Da ich weiß, dass Alexander Rahr ein Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln war, gehe ich davon aus, dass er sich nicht nur mit Russland-Fragen beschäftigt hat. Wie wäre es mit der Ukraine? Gibt es bereits Publikationen über das größte Land Europas, wenn man Russland zu Eurasien zählen würde? Könnte man hoffen, dass welche in der Zukunft erscheinen? Es wäre echt toll, weil ich das Buch über Russland und die in ihm vertretenen Ansichten sehr spannend und interessant fand.

Ein wichtiges Buch! - Dieses neueste buch von Alexander Rahr zerreißt den Schleier aus alten Vorurteilen, liebgewonnenen Ressentiments, Heuchelei, Propaganda, Desinformation und Unkenntnis durch den wir allzuoft Russland und unser Verhältnis zu Russland betrahten. Alexander Lieven

Umfassend, detailreich und kompetent - In Alexander Rahrs neuem Buch Russland gibt Gas (Hanser 2008) sprechen die sogenannten Siloviki - Putins Geheimdiensbund - eine klare Sprache. Russland will unbedingt wieder Großmacht werden und der Energiereichtum des Landes verhilft dem Land zu diesem Aufstieg. Was bedeutet Russlands Wiederkehr auf die politische Bühne für den Westen, für Russlands Nachbarn? Rahr zeigt die Gefahren der möglichen Entwicklung ebenso klar auf, wie auch die Chancen einer Kooperation zwischen EU und Moskau. Im Buch wird der Versuch einer Regenerierung einer Ostpolitik II unternommen. Kann man Russland trauen? Rahr lässt auch einige Kremlkritiker, wie Garri Kasparow dazu sprechen. Das Bild das er zeichnet ist differenziert: Ist Russland defekt oder repariert? Ist das Wirtschaftswachstum real oder hängt Russland nur am Energietropf? Nach der Lektüre von mehr als der Hälfte des Buches sind beim Leser eher neue Fragen entstanden. Eine präzise Antwort gibt der Autor nicht. Spannend schildert er den Präsidentschaftswahlkampf zwischen den beiden Kronprinzen Dimitrij Medwedew und Sergej Iwanow. Letzteren besucht Rahr sogar in Moskau. Doch Putin entscheidet sich für Medwedew, den Aufsichtsratsvorsitzenden von Gazprom. Also marschiert Moskau doch nur Richtung Energiegroßmacht? Am Ende des Buches versetzt Rahr den Leser mitten in einen Kaminabend auf einer Regierungsdatscha. Dort diskutiert der Geheimdienst unverhohlen über seine Zukunftspläne. Der so genannte Putin Code wird geknackt. Herkömmliche Russlandforscher werden Rahr kritisieren, denn er schreibt gegen den bestehenden Mainstream in Deutschland und Europa. Er kritisiert sogar den Westen, dass dieser Russland in den 90er Jahren nicht richtig beigestanden ist.Insgesamt ist das Buch erfrischend, es enthält auch viele verlässliche Wirtschaftsdaten zum aktuellen Russlandbild. Deshalb ist das Buch auch für Einsteiger auf den russischen Markt von herausragendem Interesse.

Informiert - informativ - Sachlich, umfassend, fair, objektiv, unaufgeregt.Alexander Rahr, der wirkliche Fachmann für Russland jenseits der bezahlten Propagandisten und Hassprediger hat neuerlich das Referenzwerk zum Thema abgeliefert.Danke!Das nicht empfehlenswerte Negativbeispiel ist dagegen die Angstbroschüre von Waleri Panjuschkin und Michail Sygar.




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